13.01.2023

PM: Ja zur sächsischen Landwirtschaft! Die wichtigsten fünf berufsständischen Forderungen zur Landtagswahl 2024

„Die Regierung des Freistaates Sachsen muss sich uneingeschränkt zu den vielfältigen Strukturen der Landwirtschaft und den verschiedensten Rechtsformen bekennen. Jegliche Lenkungsabsichten des Freistaates sind zu unterlassen.“ Diese Forderung erhob heute in Limbach-Oberfrohna der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V. (SLB), Torsten Krawczyk, im Ergebnis der soeben zu Ende gegangenen Verbandsklausur in der Jahresauftaktpressekonferenz. Um die Wirtschaftskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Landwirtschaftsbetriebe zu stärken, muss der Gesetzgeber die Rechtsnormen der Europäischen Union 1:1 in Bundes- und Landesrecht umsetzen. „Das wiederholte „Aufsatteln“ auf europäische Vorgaben sowie deutsche Alleingänge schwächen dagegen unsere heimische Landwirtschaft,“ kritisierte der sächsische Bauernpräsident. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl 2024 beschlossen daher die Teilnehmer der SLB-Verbandsklausur diese und weitere Forderungen an die künftige Agrarpolitik in Sachsen.

Die wichtigsten fünf berufsständischen Forderungen zur Landtagswahl 2024 sind:
• Ein deutliches Bekenntnis der Politik zur vielfältigen sächsischen Agrarstruktur unabhängig von Betriebsformen, -größen und Wirtschaftsweisen sowie ohne Lenkungsabsichten des Freistaates.
• Der fortwährend anhaltende Entzug landwirtschaftlicher Nutzflächen ist zu stoppen. Flächenkonkurrenz des Freistaates Sachsen am Bodenmarkt ist zu unterlassen.
• Alle Rechtsnormen der Europäischen Union sind 1:1 in Bundes- und Landesrecht umzusetzen.
• Bildung, Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft, als Voraussetzung für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, müssen wieder Hoheitsaufgaben des Staates sein.
• Die überbordende Bürokratie und das anhaltende „Aufblähen“ der Agrarverwaltung ist auf ein vernünftiges Maß zurückzufahren. Stattdessen sollten die Mittel für mehr Anleitung und Beratung im Rahmen der berufsständischen Arbeit zur Verfügung stehen.

Pressekontakt:
Diana Henke
Referatsleiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: +49 351 262536-19
Mobil: +49 172 3535262
E-Mail: diana.henke@slb-dresden.de


DBV - aktuelle Meldungen

27.01.2023
Grüne Woche – wichtig für unsere Branche
Bauernpräsident Rukwied zieht positive Bilanz

26.01.2023
Inwertsetzung von Carbon Farming und verlässlicher Rahmen für Zertifizierungssysteme erforderlich
DBV-Fachforum Carbon Farming - Scheinriese oder Schlüssel zur Klimaneutralität?

25.01.2023
"Der Bauernverband meint es ernst… Wir wollen weiblicher werden."
DBV-Fachforum Unternehmerinnen in Landwirtschaft und Verband

25.01.2023
Landwirtschaft diskutiert neues Selbst- und Rollenverständnis
DBV-Fachforum „Zukunftsbauer“ auf der IGW 2023

25.01.2023
Mehr Biodiversität durch smarten Pflanzenschutz
DBV-Fachforum auf der IGW 2023

25.01.2023
Regionalität schafft Nachhaltigkeit
DBV-Forum zu Nachhaltigkeitsstrategien in der landwirtschaftlichen Diversifizierung

24.01.2023
Landwirtschaft und Klimaschutz als Staatsziele ins Grundgesetz
DBV legt Rechtsgutachten vor

23.01.2023
Tierwohl in der Milchviehhaltung: Verlässlichkeit ist Gebot der Stunde
Umbau der Tierhaltung im Fokus des DBV-Fachforums Milch

22.01.2023
Versorgung mit Lebensmitteln sichern –
national, europäisch und global Impulse setzen

20.01.2023
Zukunft gemeinsam gestalten
IGW – Neujahrsempfang des DBV 2023

20.01.2023
F.R.A.N.Z.-Projekt auf der Grünen Woche 2023: Landwirtschaft und Naturschutz im Dialog für mehr Biodiversität
Umweltstiftung Michael Otto und Deutscher Bauernverband stellen aktuelle Zwischenbilanz 2023 vor