01.06.2021

PM: Mehr Information und Transparenz für unsere heimische Milch

PM: Mehr Information und Transparenz für unsere heimische Milch

Aufgrund der seit Jahren sinkenden Milchkuhbestände in Sachsen erneuern sächsische Milcherzeuger, anlässlich des morgigen Weltmilchtags (1.6.), ihre Forderung, eine nationale Herkunftskennzeichnung für Milchprodukte einzuführen und damit Milch mit höheren Produktionsstandards für den Verbraucher transparenter zu machen. Bislang ist eine eindeutige Kennzeichnung der Standards entsprechend dem Qualitätsmanagement beim Milcherzeuger (QM-Milch) nicht gegeben.

„Die Auslobung des QM-Milch-Standards mittels eines QM-Siegels auf den Verpackungen der Milchprodukte ist ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen in die deutsche und damit auch sächsische Milchviehhaltung und Milcherzeugung zu stärken. Die Fleischbranche hat dies mit dem QS-Siegel für Qualität und Sicherheit bereits erfolgreich umgesetzt. Nun ist die Milchwirtschaft am Zug nachzuziehen“, ist Jutta Bennewitz, Vorstandsmitglied des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V. (SLB) und Vorsitzende des Fachausschusses Milch des SLB, überzeugt.

Qualitätsmanagement beim Milcherzeuger bringt mehr Sicherheit, Qualität und Tierwohl.

Bereits seit 2012 ist der bundeseinheitliche QM-Milch-Standard als offizieller Standard der Qualitätssicherung auf der Stufe der Milcherzeugung anerkannt. Die Milch unterliegt von der Produktion im milcherzeugenden, landwirtschaftlichen Betrieb bis zur Verarbeitung in der Molkerei strengen, nachprüfbaren Qualitätskriterien (Haltungsbedingungen, Tierwohl, Milchqualität, usw.). Damit wird nicht nur die Qualität der Milch gesichert, sondern auch der gesamte Produktionsprozess transparent und rückverfolgbar. Allerdings ist QM-Milch ein vom Verbraucher bisher kaum wahrgenommenes bundeseinheitliches Programm zur Qualitätssicherung entlang der gesamten Produktionskette. Dies ist unter anderem auf die fehlende Kennzeichnung zurückzuführen.

„Durch die Abbildung eines QM-Siegels auf Verpackungen von Milchprodukten können Verbraucher viel leichter jene Produkte erkennen, die nachhaltig und sicher produziert wurden. Außerdem ist es unseren sächsischen Milcherzeugern enorm wichtig, dass ihre nachhaltige und nach höchsten Qualitätsstandards erzeugte Milch bei den Verbrauchern nicht nur eine angemessene Wertschätzung erfährt, sondern ihre hohen Leistungen für mehr Tierwohl letztlich auch anerkannt und honoriert werden. Allein das sichert den Lebensunterhalt von Milchkuh und Landwirt“, ist sich Jutta Bennewitz sicher.

Milchkuhhaltung in Sachsen rückläufig

In den vergangenen Jahren sind die Milchkuhbestände in Sachsen deutlich gesunken. Während 2005 noch 203.446 Milchkühe in den Ställen sächsischer Betriebe standen, sank die Zahl Ende 2020 auf 174.958 Milchkühe. Verschiedenste Faktoren, wie enorme Preisschwankungen am Milchmarkt, Auswirkungen der Dürrejahre mit einhergehenden Grobfuttermangel aber auch die Corona-Pandemie sowie stets steigende gesellschaftliche Anforderungen an die tierhaltenden Betriebe, führten zum Abbau der sächsischen Tierbestände. Information und Transparenz von der Tierhaltung über die Milcherzeugung bis hin zur -verarbeitung spielt deshalb eine entscheidende Rolle für eine zunehmende Akzeptanz für heimische Milchprodukte durch unsere Konsumenten.

Milchhoheiten präsentieren: So viel Gutes steckt in der Milch

Anlässlich des Weltmilchtags informieren die beiden sächsischen Milchhoheiten, Milchkönigin Luisa I. und Milchprinzessin Kim I., des SLB auf ihrem Instagram Account über die Inhaltsstoffe und Nährwerte der Milch. Mehr darüber erfahren Sie hier: https://www.instagram.com/milchhoheiten_sachsen/

Pressekontakt:
Sächsischer Landesbauernverband e. V.
Diana Henke
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 351 262536-19
Mobil: +49 172 353 52 62
E-Mail: diana.henke@slb-dresden.de



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