14.01.2021

PM: Jahresauftakt-Pressekonferenz: Das Jahr 2021 geht turbulent weiter.

Bei seiner heutigen Pressekonferenz zum Jahresauftakt hat der Säch- sische Landesbauernverband e. V. (SLB) zahlreiche Medienvertreter aus ganz Deutschland begrüßt. In der digitalen Videokonferenz wirft SLB-Präsident Torsten Krawczyk einen Blick auf die kommenden Monate.

„Es ist nicht so, dass wir mit dem zu Ende gehenden Jahr auch unsere brennendsten Themen im alten Jahr abschließen konnten. Ganz im Gegenteil, nahezu alle Themen aus dem Vorjahr begleiten uns weiterhin und fordern auch dieses Jahr unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit,“ startete SLB-Präsident Krawczyk in die Videokonferenz.

„Nach wie vor bleibt das Inkrafttreten der Sächsischen Düngever- ordnung ein heißes Eisen. Momentan ermitteln wir unter unseren Verbandsmitgliedern aber auch bei den Mitgliedern unserer befreundeten Vereine und darüber hinaus die Bereitwilligkeit unter betroffenen Landwirten, sich an einer Klage gegen die Sächsischen Düngeverordnung und deren Umsetzung in Sachsen anzuschließen. Hier rechnen wir Ende Januar mit einem Ergebnis und beraten anschließend über weitere juristische Schritte,“ so Krawczyk über die aktuelle Sachlage zu diesem Thema.

„Die finalen Trilog-Verhandlungen auf EU-Ebene zu den Fördermaßnahmen der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2021 bis 2027 sind momentan in vollem Gange,“ leitet Krawczyk zum nächsten Thema über. „Allerdings werden bereits seit längerem und entgegen bisheriger Traditionen in einigen neuen Bundesländern ostdeutsche Positionen zur nationalen Umsetzung von Beschlüssen der Europäischen Union nicht länger im Einvernehmen zwischen Agrarministerien und Bauernverbänden abgestimmt und sogar die Bundesebene übergangen,“ stellt Krawczyk klar. „Aus diesem Grund haben wir uns, die ostdeutschen Bauernverbände, auf ein gemeinsames Positionspapier verständigt, um schließlich auch unsere Ziele, die ostdeutsche Agrarspezifik betreffend, stärker gegenüber Land, Bund und EU bündeln zu können,“ so der Bauernpräsident.

„Neben Corona ist Sachsen nun auch noch zusätzlich von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie Geflügelpest betroffen. Das belastet unsere heimische Landwirtschaft enorm. Viele denken aufgrund mangelnder Perspektiven bereits ans Aufgeben. Wir appellieren an dieser Stelle daher besonders an die Bevölkerung, die Zäune entlang der Restriktionszonen zur Eindämmung der ASP nicht mutwillig zu zerstören“, mahnt Krawczyk. „Solange uns jedoch Corona und Tierseuchen begleiten, stehen wir vor neuen Herausforderungen wie der extreme Preisverfall am Schweinemarkt infolge wegbrechender Absatzmärkte, übervolle Schweineställe infolge zeitweiliger, Corona-bedingter Schließungen von Schlachthöfen sowie fehlender eigener Schlachtkapazitäten in Sachsen,“ berichtet SLB-Präsident Krawczyk weiter. „Daher wird es in den kommenden Wochen und Monaten unsere Aufgabe sein, gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen unsere Kräfte zu bündeln, um Wege zu suchen, die es uns ermöglichen aus den bestehenden Strukturen auszubrechen, die dominiert werden von globalen Konzernen, Märkten und Ketten mitsamt ihrer monopolistischen Stellung am Markt. Ein neuer Schlachthof ist daher aus unserer Sicht der erste Meilenstein in dieser Richtung, weitere werden folgen,“ zeigt sich SLB-Präsident Krawczyk kämpferisch.

„Immerhin beginnt das Jahr 2021 auch mit etwas positiven,“ freut sich Krawczyk, „denn wir präsentieren Ihnen heute bereits zum dritten Mal infolge unseren druckfrischen Direktvermarkter Katalog 2021. Unser herzliches Dankeschön gilt dabei unseren drei Hauptsponsoren des Kataloges – dem Ostsächsischen Sparkassenverband, der Deutschen Kreditbank AG sowie enviaM – ohne die die Realisierung des Projektes, zudem erstmals in Eigenregie und ohne Unterstützung durch Landesmittel, nicht möglich gewesen wäre. Auf über 160 Seiten laden wir Sie, Ihre Hörer und Leser herzlich zu einem kulinarischen Streifzug bei unseren direktvermarktenden Höfen im Freistaat ein. Immerhin produzieren unsere zahlreichen Direktvermarkter mit viel Liebe und Engagement hochwertige Lebensmittel. Zugleich leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer schönen sächsischen Kulturlandschaft,“ betont der Präsident abschließend. Die Broschüre ist in einer Druckauflage von 20.000 Stück erschienen, kann aber auch ab sofort online über unsere Homepage abgerufen werden.

Pressekontakt:

Diana Henke
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 351 262536-19
Mobil: +49 172 3535262
E-Mail: diana.henke@slb-dresden.de

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