11.08.2020

PM: Der Sächsische Landesbauernverband e. V. begrüßt beabsichtigte Freigabe von ökologischen Vorrangflächen für Futternutzung

Nachdem bereits die Jahre 2018 und 2019 außergewöhnlich trocken waren, ist die Lage in Deutschland auch in diesem Jahr durch die erhebliche Trockenheit im Frühjahr geprägt. Zwischenzeitliche Regenfälle haben die Situation regional zwar etwas verbessert. Aber da die Ernten in den beiden Vorjahren knapper ausgefallen sind, sind auch die Futtervorräte geringer – in manchen Regionen wird derzeit das Futter für die Tiere knapp. Jetzt plant Bundesministerin Julia Klöckner zur Unterstützung der Landwirte eine Änderung der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und eine Änderung der Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung.

„Das dritte Dürre-Jahr in Folge hat die Futterversorgung für viele unserer tierhaltenden Betriebe extrem erschwert. Die nun beabsichtigte Freigabe der ökologischen Vorrangflächen zur Futtergewinnung können wir nur begrüßen. Das nimmt uns die Last, Futter für unsere Tiere teuer einkaufen zu müssen“, sagt Hans-Uwe Heilmann, Vizepräsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V. und ergänzt: „Allerdings finden wir es bedauerlich, dass diese Möglichkeit zur Futtergewinnung erneut so spät in Betracht gezogen wird. Mit jedem Tag des Wartens wird die Futterqualität von diesen Flächen zunehmend schlechter. Daher erwarten wir von der Europäischen Union zukünftig deutlich schnellere Reaktionen und mehr Flexibilität, wenn es um die Bewältigung akuter Situationen geht.“

Die Verordnungen sollen jetzt abgestimmt und dann dem Bundesrat zur Zustimmung vorgelegt werden. Damit will die Bundesministerin – wie auch in 2018 und 2019 – die Möglichkeit für Landwirte schaffen, zusätzliche Flächen für Futterzwecke zu nutzen. Konkret werden die Länder dadurch ermächtigt, allgemein oder im Einzelfall Gebiete mit witterungsbedingtem Futtermangel auszuweisen. In diesen Gebieten können die Landwirte dann Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke – die bei Beantragung der Direktzahlungen als im Umweltinteresse genutzte Flächen ausgewiesen wurden – für Futterzwecke (Schnittnutzung und Beweidung) nutzen.

Pressekontakt:
Diana Henke
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sächsischer Landesbauernverband e. V.
Tel.: 0351/262536–19
Mobil: 0172 / 3535262
E-Mail: diana.henke@slb-dresden.de

www.slb-dresden.de


DBV - aktuelle Meldungen

30.09.2020
Weltschulmilchtag: Wertvolles Nahrungsmittel für Schülerinnen und Schüler
Bauernverband hebt gesundheitliche Vorteile von Schulmilchprogrammen hervor

30.09.2020
Herdenschutz reicht nicht – Regulierung des Wolfsbestandes ist unausweichlich
Bauernverband und Weidetierhalter veranstalten Feldtag mit Bundestagsabgeordneten

29.09.2020
Agrarhaushalt 2021: Zuwachs spiegelt neue Herausforderungen
DBV: Wachsenden Auflagendruck für die Landwirtschaft nicht übersehen

24.09.2020
DBV und DJV fordern koordiniertes Vorgehen gegen ASP
Agrarministerkonferenz: Zentraler Krisenstab gefordert

24.09.2020
DBV positioniert sich zur Agrarministerkonferenz in Weiskirchen/Saarland
Rukwied: „Eco-Schemes“ als neues Element der GAP-Förderung in Deutschland nutzen

23.09.2020
EEG-Gesetzentwurf mit Licht und Schatten
Rukwied: „Verbesserungen bei Bioenergie - Fehlsteuerung bei Fotovoltaik“

22.09.2020
Moorschutz zum Klimaschutz geht nur mit der Landwirtschaft
BMU und DBV in Moorregion in Mecklenburg-Vorpommern

17.09.2020
Verkehrssicherheitskampagne #agrarFAIRkehr
Dritter Film warnt vor Unfallgefahren in der Maisernte

16.09.2020
Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest eingrenzen
Gemeinsamer Aufruf von Jagdverband und Bauernverband

14.09.2020
"Bundesländer müssen ihre Hausaufgaben bei der Gebietsabgrenzung schnell erledigen"
Rukwied zur Gebietsvorschrift für die Düngeverordnung im Bundesrat

14.09.2020
Bauernverband zum Exportstopp von Schweinefleisch für China
Rukwied: Alles tun um ASP beim Wildschwein zu bekämpfen