31.08.2018

Afrikanische Schweinepest – Landkreis Erzgebirgskreis probt Ernstfall

Am 30. August 2018 führte das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landratsamtes Erzgebirgskreis eine Tierseuchenbekämpfungsübung „Verdacht auf Afrikanische Schweinepest beim Wildschwein“ durch. In Zusammenarbeit mit dem Sachsenforst wurde das Naturschutzgebiet „Conradswiese“ im Westerzgebirge als Übungsort gewählt.
Das Durchführen der praktischen Abläufe bei der Fallwildsuche, -bergung und -beprobung sowie das Absichern der Hochrisikozone (Kernzone) im Falle einer akuten hochkontagiösen Tierseuchenlage war das vorrangige Übungsziel. Für die Simulation der Bergung wurden zwei Schwerpunkte festgelegt, zum einen die Erprobung der Wildtierbergehilfe sowie zum anderen die Einhaltung der seuchenhygienischen Anforderungen. Zur Überprüfung der wirksamen Desinfektion brachten Vertreter der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig vor Übungsbeginn fluoreszierende Substanzen auf die Geräte und den Bergeschlitten auf, die unter Schwarzlicht sichtbar sind. Damit wären mögliche Verschleppungen nachgewiesen worden. Mit dem Nachweis des ASP-Virus erfolgte die Festlegung der Hochrisikozone, des gefährdeten Gebietes und der Pufferzone durch den Einsatzstab, unterstützt durch eine Sachverständigengruppe, wo auch der Bauernverband als Vertreter des landwirtschaftlichen Berufsstandes einbezogen wurde. Zur Absperrung der Kernzone wurde die Errichtung eines kombinierten Elektro- und Duftzaunes inklusive beispielhafter Beschilderung vorgeführt. Nachdem die Übung offiziell abgeschlossen war, rundeten eine Demonstration von Wärmebild- und Drohnentechnik zur Jagdunterstützung und ein Vortrag des Sachsenforstes zum Verhalten von Schwarzwild bei der Jagd die Veranstaltung ab.


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