23.06.2017

Erntegespräch am Feldrand

Malschwitz (LK Bautzen). Wolfgang Vogel, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. und Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, luden heute zum „Erntegespräch am Feldrand“ ein, um mit Medienvertretern zur Thematik Ernte 2017 ins Gespräch zu kommen. Auf einem Wintergerstenschlag der Friedrich & Stefan Hesse GbR wurde der symbolische Ernteauftakt vollzogen.
Das vergangene Wirtschaftsjahr war von einer regional sehr differenzierten Witterung beeinflusst. So führte insbesondere das kalte Frühjahr mit den Spätfrösten zu Verzögerungen in der Getreideentwicklung, sodass zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein symbolischer Ernteauftakt praktiziert werden konnte. Auf Grund der warmen Tage in der zweiten Maihälfte und im Juni konnte der Vegetationsrückstand aber gut aufgeholt werden. Ertragseinbußen aufgrund der Vegetationsverzögerung sind nicht zu erwarten. „Leider zeigen sich auf den leichten Standorten in Nord- und Ostsachsen bei der Wintergerste deutliche Trockenschäden, so dass hier auch Ertragseinbußen zu erwarten sind. In den anderen Regionen Sachsens wird von einer durchschnittlichen bis guten Ernte ausgegangen. Wir hoffen, dass auf den leichten Standorten die Folgekulturen wie Raps und Winterweizen noch von den Niederschlägen zu Pfingsten profitieren konnten“ so die Einschätzung von Präsident Wolfgang Vogel zum Ernteauftakt.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind Aussagen zur Qualität des Getreides noch nicht möglich.
Mit Spannung schauen die sächsischen Landwirte zum Erntestart auf die Getreide- und Ölsaatenmärkte. Leider bewegen sich die Preise auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im vergangenen Jahr. Zum Erntestart gibt es noch große Unsicherheiten bezüglich der zu erwartenden Erntemenge in Europa.

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