23.03.2016

Das kommt beim Bauern an.

Mit ca. 220 Traktoren und Informationsständen in 5 sächsischen Städten zeigten Sachsens Bauern, was vom Lebensmittelpreis bei ihnen ankommt.

Dresden. In den Zentren von Dresden, Leipzig, Chemnitz, Annaberg-Buchholz und Bautzen wurde es am Mittwochmittag eng. Bauern fuhren mit ca. 220 Traktoren durch die Innenstädte und machten die Verbraucher auf die katastrophale Erzeugerpreissituation für sie aufmerksam.
Zeitgleich standen zahlreiche Bauern, darunter der SLB-Vizepräsident Gerhard Förster, die SLB-Vorstandsmitglieder Ines Senger sowie Gunter Zschommler in Dresden den Verbrauchern Rede und Antwort. Vom Preis an der Ladentheke erhalten die Landwirte immer weniger, so das landwirtschaftliche Betriebe akut in Existenznot geraten. Die Einkommen der Bauern haben sich in den letzten zwei Jahren mehr als

halbiert. Immer mehr Betriebe schreiben rote Zahlen. Vor allem für ihre Milch, ihre Schweine und ihr Getreide erzielen die Landwirte Preise, die deutlich unter den Herstellungskosten liegen.
Trotz des Rückgangs der Erzeugerpreise haben sich die Preise für die Verbraucher kaum verändert, so dass die Gewinnspannen bei den Vermarktern, Verarbeitern und vor allem beim Lebensmitteleinzelhandel massiv gestiegen sind.

Von den Endverbraucherpreisen im Lebensmitteleinzelhandel kommt bei den Bauern also immer weniger an.
Mit dem Aktionstag warben die Bauern für ihr Grundanliegen nach auskömmlichen Preisen für ihre Arbeit und forderten mehr Verantwortung vom Lebensmittelhandel und den Verarbeitern ein. Landwirte wie Verbraucher wissen, wie notwendig die vielfältigen Leistungen der heimischen Landwirtschaft für das Land sind.


Mit Hilfe eines Gewinnspiels konnten die Verbraucher zudem ihr Wissen über die Einkommenssituation der Bauern testen. Mit etwas Glück können sie zur nächsten Mitgliederversammlung des SLB am 06.04.2016 einen Besuch einer Schulklasse ihrer Wahl auf einem Bauernhof gewinnen. Jeder hat Kinder, Enkel oder Nachbarn, die sich darüber freuen würden. Kost und Logi (je 100,00 Euro) für die Klassen trägt der Sächsische Landesbauernverband.


Hintergrund:
Sachsens Bauern nehmen mit ihren Aktionen an der deutschlandweiten Aktion des Deutschen Bauernverbandes (DBV) teil. Insgesamt werden an ca. 100 Standorten in Deutschland die Bauern trotz der beginnenden Frühjahrsarbeiten auf den Feldern auf die katastrophalen Erlöse für ihre Produkte aufmerksam machen.

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